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vossy007
29.12.2008
3 Flips??? Habe es mit 7 taxiert. Das ist ein (sehr) guter Kurs. Vorschlag liegt bei 11, den ich etwas überhöht finde. Aber unter 7 geht gar nicht! VG vossy007
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World Tour Soccer - Challenge Edition
World Tour Soccer - Challenge Edition
Mehr als 3 ganze Jahre ist es her, seit Deutschland sich in Japan und Südkorea bis ins Finale der Fußballweltmeisterschaft gedribbelt und geschossen hat. Leider war Fortuna im Finale nicht mit uns, und so ging der begehrte Pokal durch ein unglückliches 0:2 an die Brasilianer. Nächsten Sommer könnte alles anders werden. 2006 soll die entscheidende Stunde des deutschen Fußballs schlagen. Nicht nur, dass unsere Jungs motivierter denn je in das Turnier gehen, auch der Heimvorteil liegt auf der Seite der deutschen Elf. Electronic Arts hat sich schon seit einem guten Jahrzehnt um die Versoftung der Rasensportart bemüht und bringt jeden Herbst eine neue Version der beliebten FIFA Reihe auf den Markt. Dieses Jahr bekommt auch die PSP ihren lizenzierten Kicker, der jedoch nicht das erste Fußballspiel auf der PSP darstellt. Neben dem nur in den USA erschienenen FIFA Soccer (2005) von EA selbst hat sich auch Sony auf den Rasen begeben und World Tour Soccer frisch zum Europalaunch in die Regale befördert. FIFA Soccer (2005) hatte viele Schwächen, die besonders im Bereich der Performance lagen und musste sich aufgrund dessen (berechtigterweise) viel Kritik gefallen lassen. Electronic Arts gelobte Besserung und nun landet ihr Wiedergutmachungsversuch in unserem Testlabor. Ob FIFA 2006 den Sport mit dem weiß-schwarzgepunkteten Ball ehrwürdig repräsentiert, oder ein Schuss in den Ofen ist, erfahrt ihr in unserer Review. Zum Spielprinzip braucht man an dieser Stelle nicht wirklich viel erklären. Denn seien wir mal ehrlich. Wer keine Ahnung von Fußball hat, hielt die letzten Jahre sicher Winterschlaf mit einer hohen Dosis Valium. Die Regeln sind auf gut Deutsch simpel und von allen Sportarten am einsteigerfreundlichsten. Kurz zusammengefasst: Das Runde muss ins Eckige. So einfach kann man Sportarten definieren. Höchstens das Abseits könnte noch einigen Laien Probleme bereiten. Doch hierbei verweisen wir auf den Kaiser Franz Beckenbauer, der in seinen rhetorischen Ergüssen bessere Aufklärungsarbeit leisten kann, als ein Brockhauseintrag. Also weiter im Text und direkt zum Spiel. Die PSP Version ist seinen großen Vorbildern nahezu identisch. Alleinig auf den beliebten Managermodus muss der portable Spieler verzichten. Ansonsten ist hier alles vorhanden. Hunderte von Erst- und Zweitligisten aus den bedeutendsten Fußballländern und einige Exoten geben sich auch auf der PSP die Klinke in die Hand bzw. den Ball gegen den Fuß und zeigen in Turnieren und Saisons was sie zu bieten haben. Da wären wir auch schon bei den verschiedenen Modi. Neben dem normalen Freundschaftsspiel gibt es nur 3 essentielle Modi und eine kleine, aber feine Beigabe. Erstens wäre da der Saisonmodus. Größtenteils selbsterklärend übernehmt ihr eine Mannschaft aus einem bestimmten Land und kämpft euch durch eine Saison gespickt mit Spielen. Um zum Meister zu avancieren benötigt ihr Siege, die in Form von Punkten auf eurer Tabelle für Anerkennung sorgen. Alles ganz traditionell und ohne Überraschungen. Weiter geht es mit dem Turniermodus, in dem es wieder darum geht eine Mannschaft zu wählen und mit ihr in einer Reihe von Spielen bis zum Finale zu kommen und dieses für sich zu entscheiden. Kein großer Unterschied zum Saisonmodus, außer das ein Turnier schneller bestritten ist als eine elendlange Saison von 34 Spieltagen. Eine kleine Abwechslung symbolisiert der Herausforderungsmodus. Dieser macht es euch zur Aufgabe in ein laufendes Spiel der Saison 2004-2005 einzugreifen. Bei jeder Herausforderung wird euch eine bestimmte Torvorgabe erteilt, mit der ihr das Spiel vollenden müsst. 40 solcher Herausforderungen finden sich auf der UMD und sorgen für ein wenig Abwechslung von der 90 Minuten-Routine. Apropos Abwechslung. Für die PSP Version hat sich Electronic Arts ein lustiges Minispiel für Zwischendurch einfallen lassen. Beim "Jonglieren" haltet ihr die PSP nicht wie gewohnt in der waagerechten, sondern greift an der linken Seite zu und spielt von nun an senkrecht. In einer Art Bemani-Tanzspiel bewegt ihr hier nicht die Hüften, sondern lasst euren ausgewählten Soccerstar ein bisschen mit dem Ball jonglieren. Auf dem Screen sehr ihr den Spieler in voller Größe, daneben befindet sich eine Punktesäule und unten eure Versuche, die in Form von Fußbällen angezeigt werden. Jetzt wird es brenzlig. Versucht so lange wie möglich den Ball gleichmäßig in der Luft zu halten, ohne dass dieser den Boden berührt oder ihr aus dem Rhythmus kommt. Auf dem Bildschirm erscheinen immer wieder Kreise, mit einem Richtungspfeil. Fällt der Ball durch dieses Symbol muss die das passende Pfeilsymbol auf dem Steuerkreuz betätigt werden. Im Laufe des Spiels steigt die Ballgeschwindigkeit immer drastischer an und sorgt für den nötigen Schwierigkeitslevel. Gameplay: Don\'t be a Noob, use the Nub! Bei einem Fußballspiel ist gerade die Steuerung einer der wichtigsten Knackpunkte zum Erfolg. Hier werden sich jedoch die Meinungen teilen. Zu Beginn sollte man wissen, dass die Steuerung fest belegt ist und nicht individuell verändert werden kann. Gott weiß warum sich EA solch einen Schnitzer geleistet hat. Für FIFA-Veteranen werden sich, falls sie nicht mit der PSP-Tastenbelegung klar kommen, komplett umstellen müssen. Nichtsdestotrotz ist die Tastenbelegung sinnvoll und nachvollziehbar. Nur ein Faktor stört gewaltig. Leider ist die Spielerbewegung nur mit dem Analog-Nub auszuführen und genau hier werden sich die Geister schneiden. Die einen kommen mit dem Analog-Nub herrlich zurecht, die anderen verzweifeln daran. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit sollten aber auch die Verfechter des Digikreuzes ihre Feindschaft mit dem Analog-Nub beenden. Dennoch möge man noch so viele Stunden vor sich hin grübeln. Auf eine Erklärung, warum das Steuerkreuz keine Alternative ist, stoßt man nicht. Nach längerem spielen stellt sich heraus, dass FIFA 2006 sehr arcadelastig ist und recht weit entfernt von realistischem Fußball, trotz First Touch-Control und Co.. Hier hat Pro Evolution Soccer weiterhin die Nase vorn. Grafik: Die fröhliche Welt des Pixelzählens! Bevor die Ersten vor Schock in Ohnmacht fallen. Bei FIFA 2006 stoßt man nicht alle paar Sekunden auf zählbare Pixelhäufungen. Währende des geregelten Spielgeschehens ist die Optik, dank weit entfernter Kamera übersichtlich und gut gelungen. Auch die Zwischensequenzen sind in Ordnung, sieht man hier doch die Spielermodelle zum einzigen Mal in voller Pracht samt Gesichtszügen und der passenden Mimik. Auch hier wird wieder einmal verdeutlicht, dass Fußballer doch die wahren Babys sind, schreien sie doch für ihr Leben gern. Die erwähnten Pixelberge stechen einem meistens bei einem Abschlag und/oder Freistoß ins Auge. EA versuchte ein wenig mit Lichteffekten zu hantieren und formte leider eine Umgebung aus Pixel zusammen, die wie verschiedenfarbige Legosteine anmuten. Sound: Blind ist nicht nur der Schiri! Das oft zitierte Sprichwort über den ach so blinden Schiri passt bei FIFA 2006 eher auf die Kommentatoren als auf den unparteiischen Läufer mit der Pfeife. Wenn man aufmerksam zuhört, bekommt man das Gefühl, dass die Sprecher eine komplett andere Partie kommentieren. Ein Beispiel: man absolviert man einen 50m Lauf, dribbelt an allen Gegenspieler vorbei und schießt ein phänomenales Tor. Und was bekommt man als motivierenden Kommentar? "Eine tolle Standardsituation geschickt ausgenutzt!". Wie bitte? Eine Standardsituation? Ihr habt wohl Tomaten auf den Augäpfeln. Dieser Aspekt raubt dem Spiel einen großen Teil der Atmosphäre, die nur durch kommentarlose Spiele gewahrt werden kann. Musikalisch ist das Spiel umso erfreulicher. Tolle Musikstücke, die von Rock bis hin zu spanischen Ohrwürmern variieren erfreuen nicht nur das Fußballerohr. Features und Besonderheiten: Fußball in Reinkultur! Was wäre EA ohne ihre großartigen und umfangreichen Lizenzen, sind sie doch das Salz in der Suppe aller EA Veröffentlichungen. Auch hier könnt ihr auf eine Datenbank von über 10000 echten Fußballern samt Name, Fähigkeiten und Optik zurückgreifen. Ob Ronaldo, Zidane oder Schweinsteiger. Jeder Spieler ist auch als dieser zu erkennen. Für Langzeitmotivation sorgen freischaltbare Stadien, Trikots, Bälle und Musikstücke, die für gewonnene Punkte in den einzelnen Modi eingetauscht werden können. Für Fußballfans ist das eine wahre Motivationsquelle, die nicht austrocknet, bis alles freigeschaltet ist. Bei 83 Boni dauert dies eine ganze Weile. Für gewonnene Saisons und Turniere gibt es außerdem Pokale, die ihr in einer Tabelle bewundern könnt. Das wahre Vergnügen entfaltet sich jedoch erst im Multiplayer und hier hat EA ein ganz großes Schmankerl für alle Ballverrückten. Neben einem normalen Ad-hoc Multiplayer unterstützt FIFA 2006 den Infrastructuremodus für bis zu 4 Spieler. Eine tolle Beigabe und wie geschaffen für ein Sportspiel. Fazit: FIFA 2006 gelingt, trotz einiger Schwächen ein gelungener Auftritt auf der PSP. Die horrenden Ladezeiten und Ruckelorgien von FIFA Soccer (2005) wurden komplett behoben und treten nur noch vereinzelt im Infrastructuremodus auf. Höchstens die Steuerung könnte einigen Probleme bereiten, doch ist auch diese mit ein wenig Übung schnell einverleibt und man dribbelt gekonnt um die gegnerischen Verteidiger Richtung Sieg. Fußballfans müssen sich jedoch eine Frage stellen. Will ich eine Simulation, bei der jedes Spiel dürch schieres Können entschieden wird, oder möchte ich einen kurzweiligen Arcadekicker, bei dem ich in Ruhe ein paar Partien spielen kann, ohne auf Taktik zu achten? Trifft letztes auf euch zu, könnt ihr getrost zugreifen. Die andere Riege sollte womöglich auf Pro Evolution Soccer, das Anfang November erscheint, warten
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